Patenbitten

Bei herrlichem Kaiserwetter machten wir uns am Samstag, den 25. April mit unserer Fahnenmutter Kerstin Lenk, unserer Fahnenbraut Sonja Schütz, den Festdamen und all ihren herzigen Begleitkindern, Schirmherr Josef Zellmeier, Festleiter Heribert Huber und Vorstand Martin Wiesmüller auf den Weg zu unserm Patenverein nach Atting.

Das wir ein Fass Bier und frische Brezen im bayrisch geschmückten Leiterwagen mit dabei hatten, gehört zur Tradition des Patenbittens. Schon von weitem kündigten uns die Klänge der „Hansi Feldmann Band“ an.

Die Mitglieder des Burschenvereins Atting mit ihrem Vorstand Andreas Rothammer sowie der Patendame Katharina Ruber und den feschen Begleiterinnen standen am Dorfplatz zum Willkommen parat. Allerdings verstellte ein Holzscheit das passieren des Weges. So sprachen Festleiter, Vorstand, Fahnenmutter und Fahnenbraut ihre Prologe. Alle vier schonten ihre Knie nicht und absolvierten das traditionelle Holzscheitknien, um der Bitte Nachdruck zu verleihen. Die Attinger verlangten aber erst noch die Lösung einiger Aufgaben, die sehr zur Erheiterung der vielen Zuschauer beitrugen.

So wurden Fahnenmutter und Fahnenbraut an den Händen zusammengekettet und mussten den Maibaum zersägen. Bitterschnaps und ein Drei-Liter-Weißbierglas mussten geleert werden. Eine kreative Aufgabe bekamen Fahnenmutter und Fahnenbraut. Mit dem Pinsel im Mund mussten sie ein Schild mit dem Schriftzug „Freunde der Jugend, Freundschaft fürs Leben“ versehen. Um die beiden Damen von ihren Handfesseln zu befreien, mussten Vorstand und Festleiter mit dem Kopf in drei Gefäßen nach dem Schlüssel suchen. Die Gefäße waren nacheinander mit Wasser, Mehl und grüner Grütze befüllt.

Nach diesen Strapazen und der Befreiung der beiden Damen mit dem gefundenen Schlüssel erhielten wir nicht nur viel Applaus von den zahlreichen Zuschauern, sondern auch die ersehnte Zusage zur Übernahme der Patenschaft durch die Burschen aus Atting. Bayrische Marschmusik führte uns gemeinsam mit unserem Patenverein zur Patenschaftsfeier in die Mehrzweckhalle.

Hier sprachen die beiden Vorstände sowie Schirmherr Josef Zellmeier und Bürgermeister Robert Ruber zu den zahlreich erschienenen Gästen. Unter der musikalischen Umrahmung von der „Hansi Feldmann Band“ feierten wir die Patenschaft noch bis tief in die NAcht in einer lustigen Runde.